Journalistisches Schreiben - "Jugend schreibt" (Herr Meyer)

Klasse: 10-12
Termine: nach Absprache
Start: 19.09.2015
Raum: 118

Journalistisches Schreiben; Ziel ist das Verfassen von Reportagen 
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Lea Mellentin (Abi 2013) in der F.A.Z.

"Schon morgens versumpfen" - Lea Mellentins Reportage über das Deichbrand-Festival ist in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen. Lea (jetzt: Abi 2013) ist Teilnehmerin des Projekts "Jugend schreibt", das das Gymnasium Oedeme zusammen mit der F.A.Z. im Rahmen der Begabtenförderung unter der Leitung von Andreas Meyer durchführt. Auch Yasmin Al-Rawaschdehs Artikel über Magersucht, Sara Simons' Reportage über "Rote Rosen" und Hanna Schuberts Text über einen jungen Bogenschützen sind bereits in der F.A.Z. veröffentlicht worden.
Illustration: Philip Waechter, "Labor Frankfurt" 
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In der Ruhe liegt die Kraft: Hanna Schuberts Reportage in der F.A.Z. erschienen (23. Januar 2013)

Mit leichtem Zischen löst sich die Sehne - unter dieser Überschrift ist am 23. Januar Hanna Schuberts Artikel übr eine Bogenschützin erschienen, Herzlichen Glückwunsch, Hanna!
Hanna (12. Jahrgang) ist Teilnehmerin des Projekts "Jugend schreibt", das das Gymnasium Oedeme zusammen mit der F.A.Z. im Rahmen der Begabtenförderung durchführt. Auch Yasmin Al-Rawaschdehs Artikel über Magersucht und Sara Simons' Reportage über "Rote Rosen" sind schon in der F.A.Z. veröffentlicht worden.
Illustration: Philip Waechter, "Labor Frankfurt"
 
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Auch Sara Simons Artikel in der F.A.Z. erschienen (31. Oktober 2012)

Herz, Schmerz, Ton ab
„Rote Rosen“ und kein Ende: Ein Blick hinter die Kulissen von Lüneburgs täglicher Seifenoper.

Auf dem idyllischen Lüneburger Marktplatz glitzern die goldenen Figuren des Rathauses in der Sonne. Alles scheint so zu sein wie immer. Doch der Brunnen, der sonst plätschert, ist von weißen Lieferwagen verdeckt. Aus einem Wagen schleppt ein muskulöser Mann Stahlstangen und Schienen in eine Seitenstraße. Dort stehen zwei Männer in gelben Warnjacken mit Funkgeräten in der Hand, andere bauen ein schwarzes Zelt auf. Einer ruft: „Wir brauchen hier vorne noch mehr Licht! Tom soll die anderen Scheinwerfer herbringen.“ Etwas abseits sitzt eine Frau auf einem Campingstuhl, ihre Haare werden zurechtgezupft, ihre Nase wird gepudert.

Gedreht wird die Lüneburger Telenovela „Rote Rosen“. In der ARD-Serie geht es um eine Frau, die in ihren besten Jahren nach Lüneburg kommt und sich verliebt. „Wir sprechen bei dieser Telenovela ein anderes Zielpublikum an als die meisten Soaps oder Telenovelas. Unsere Zielgruppe liegt bei 40 plus“, erklärt Sigrun Priebusch, die Pressesprecherin von „Rote Rosen“.

Jelena Mitschke, die in der Serie als der blonde Engel Britta Thies zu sehen ist, hat ihr Bild abgedreht. Das nächste wird im Studio aufgenommen, und der Produktionsfahrer wartet bereits auf sie. Am Studio angekommen, sticht das riesige, verschnörkelte Logo der Serie ins Auge, das in roten Lettern an der Fassade prangt. Darunter stehen Strandkörbe, aus denen das eine oder andere aus dem Fernsehen bekannte Gesicht lugt und in der Pause ein wenig die Sonne genießt. „Jelena, du hast noch 15 Minuten, bist du am Set sein musst!“, ertönt es aus einem Flur.

Es ist Felix, einer der Setrunner. Er ist viel in Bewegung: Die Zeitpläne müssen kontrolliert und aktualisiert werden, die Schauspieler ans Set geholt, die nachmittäglichen Süßigkeiten und Obstplatten zum Team gebracht, Drehbücher ausgedruckt und abgeheftet werden. Dabei stehen alle Setrunner über Funk in ständigem Kontakt zueinander, falls mal wieder einer der Schauspieler verschollen ist. „Es ist zwar manchmal stressig, aber Spaß macht es auf alle Fälle“, sagt Felix.

Jelena hat einen Kostümwechsel und muss nochmal in die Maske. Dazu muss aber erstmal das Studio Nummer 2 durchquert werden - falls nicht die Lampe über der schweren Stahltür rot leuchtet. Denn das bedeutet, dass dort gerade gedreht wird. Die Lampe ist aus, also geht es durch die schummrig beleuchtete Halle vorbei an Räumen, eingerichtet, als würde jemand darin leben. Hier steht ein Krankenhauszimmer dicht an dicht mit einer Küche, dort ist ein Flur, dessen Treppe oben zu keiner Tür führt. Bilder schmücken die Wände mit Fotos der Schauspieler in jungen Jahren. Alles ist detailgetreu aufgebaut, in den Schränken stehen Tassen, hinter dem Tresen des „Saltos“ steht eine alte Kaffeemaschine, hohle Pappbücher zieren Regale. Hinter den Fenstern stehen riesige Fotoleinwände, die Aufnahmen von Lüneburg zeigen, damit der Schein erweckt wird, hinter den Scheiben würde sich die Innenstadt befinden.

Jedoch fehlt diesen Räumen immer zum Gang hin die vierte Wand. Wer aufmerksam fernsieht, der wird bemerken, dass man die meisten Räume immer nur von einer Seite sieht, denn das Drehteam braucht natürlich Platz für das Rangieren der Kameras, für die sperrigen Scheinwerfer und für die Tonangler. Leise öffnet Jelena die Tür zum Kostüm. Gleich wird ihr ein Stapel Kleidung gereicht, ein Paar hohe Schuhe, eine neue Hose und ein anderes Oberteil. Fertig angezogen, wird das neue Outfit fotografiert. „Da wir nicht chronologisch drehen, müssen wir ganz genau aufschreiben, was die Schauspieler in den verschiedenen Bildern tragen“, erklärt die Maskenbildnerin Kirsten Knoop, „dazu haben wir diesen Ordner hier, in den das Foto eingeheftet wird. Genau genommen sind es drei Ordner, einer liegt hier bei uns, der eine ist bei einer Kostümbildnerin von dem Team, das im Studio dreht, der andere bei dem Team, das draußen dreht. Es ist wichtig, das alles stimmt, sonst machen wir Anschlussfehler.“

In der Maske sitzt, mit einem Textheft in der Hand, die Schauspielerin Anja Franke. Sie verkörpert die Rolle Merle Vanlohen. Aus ihrem Mund ertönen brummende und summende Geräusche, die sich ein wenig wie Beatboxing anhören. „Nur ein paar Übungen, um die Stimme zu lockern“, erklärt sie mit einem Zwinkern. Vor ihr steht eine Schminktasche mit der Aufschrift „Merle“. Darin befinden sich Schminkutensilien und ein Kärtchen mit den Grundzügen eines Gesichts. „Diese Schminkkärtchen sind dazu da, dass die Maskenbildnerinnen wissen, wie die Schauspieler geschminkt werden müssen. Jede Rolle hat ein bestimmtes Make-up, dass sie die ganze Zeit über trägt“, sagt Knoop. Und auch hier gibt es die Ordner, in die Fotos der Frisuren und des Make-ups der Darsteller geheftet werden. „Einmal hatten wir eine Rolle, bei der sich jemand am Kopf verletzten sollte. Irgendwie mussten wir es hinbekommen, das während des Bildes die Blutlache um seinen Kopf größer wird. Wir haben das dann so gelöst, dass wir durch einen Schlauch, den wir hinter seinem Rücken durchgeführt haben, Kunstblut gepumpt haben. So wurde die Pfütze größer, und das Blut schien aus seiner Wunde zu fließen.“ Auch Tränen können geschminkt werden. Dazu gibt es besondere Stifte mit Flüssigkeiten, die die Augen reizen und die Schauspieler zum Weinen bringen.

Gleich neben der Maske befindet sich die riesige Halle der Requisite, in der sich eigentlich alles finden lässt: Schilder für Arztpraxen stehen neben Straßenschildern und Fahrrädern, eine Straßenlaterne, Kunstobst und Kunstpflanzen für die Gärtnerei sind nebeneinander aufgereiht, zwischendrin gibt es ein Plastikschwein, eine Badewanne und jede Menge Flaschen und Dosen von Lebensmitteln, deren Markennamen vollkommen unbekannt sind. „Rote Rosen hat sozusagen eine eigene Hausmarke, was Lebensmittel anbelangt. Da wir keine schon existierenden Marken verwenden dürfen, müssen wir selbst Etiketten entwerfen. Die werden dann einfach auf Lebensmittel aus dem Supermarkt geklebt, sodass man die eigentliche Marke nicht mehr erkennt“, erklärt Requisiteur Tobias Zorawski. Die Requisite kümmert sich auch um kleine Details. „Wie zum Beispiel Blütenstaub auf einer Jacke. Dafür haben wir feine Heilerde genommen, das sieht genauso aus. Das machen unsere Leute am Set. Und da gehen wir jetzt hin!“

Also wieder durch die Stahltür und weiter durch das Labyrinth aus Räumen. „Das hier ist Team eins. Sie drehen immer im Studio, Team zwei übernimmt die Außenaufnahmen“, sagt Zorawski. Team eins besteht aus vielen Mitarbeitern: Lichttechniker vor ihren Bildschirmen kontrollieren, dass kein falscher Schatten auftaucht, daneben steht eine Maskenbildnerin, die darauf achtet, dass keiner der Darsteller glänzt oder die Frisur verrutscht. Einer der Tontechniker mit Kopfhörern auf den gespitzten Ohren pendelt mit Schiebereglern die Lautstärke ein. Vor riesigen Bildschirmen sitzen die Continuity, die Bimi, also die Bildmischung, und die Regie.

Aufgabe des sogenannten Contys ist, auf die Anschlüsse zu achten. „Da wir das gleiche Bild immer mehrmals hintereinander drehen, muss alles genau gleich ablaufen. Sonst hat der Schnitt im Nachhinein Probleme“, erklärt Markus Ibrom. Neben ihm sitzt die Bimi. Auf ihrem Bildschirm sind alle drei Bilder der drei Kameras zu sehen, auf Anweisung der Regisseurin, die neben ihr sitzt, werden die Bilder vorgeschnitten, während gedreht wird. Direkt am Set steht Rudolf Simonitsch, der Regieassistent, mit Klemmbrett und Kopfhörern. „Wir sind ein Team“, sagt er. „Da darf man ruhig mal in der Pause ein wenig mit den Kollegen rumalbern.“ Die Schauspieler sind fertig, jetzt geht die Regie noch einmal den Ablauf mit ihnen durch, Tonangler und Kameramänner machen sich bereit. „Ruhe am Set. Wir drehen.“

Sara Simons, Gymnasium Oedeme, Lüneburg
 
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.10.2012, Nr. 254, S. N6 / Jugend schreibt
 
   
 
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Yasmin Al-Rawaschdeh, 11. Jg., mit Artikel in der F.A.Z. (13. Juni 2012)

Eine AG mit Schülerinnen und Schülern vorwiegend aus dem 11. Jahrgang nimmt bekanntermaßen am Projekt "Jugend schreibt" mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung teil. Nun ist die erste Reportage in der F.A.Z. erschienen: Yasmin Al-Rawaschdeh hat über ein Mädchen geschrieben, das unter Essstörungen leidet. Wir freuen uns mit Yasmin über diese tolle Leistung, in der größten deutschen Tageszeitung gedruckt zu werden!
 
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Aktualisiert am 06.10.2015 11:43:14
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