Seite druckenSkifahrt 2017 - Schülerbericht (20.-28.1.2017)

„Wir fahren in die Berge. Ja, wir fahren in die Berge und der ganze Bus muss Pipi“
Mit dieser anfangs noch ausgelassenen Stimmung starteten wir in unsere Skifahrt. Fast alle von uns haben es sogar geschafft pünktlich am Busbahnhof aufzukreuzen. Nur der Bus ließ sich genügend Zeit, um uns aus der Eiseskälte zu retten. Zu dem Zeitpunkt ahnten wir jedoch noch nicht, dass es in unserem Skigebiet Kals-Matrei noch um einiges kälter sein würde.
Nach schlappen 30 Minuten des Wartens, kam der Bus dann endlich. Alle wollten natürlich schleunigst hinein und sich einen guten Platz ergattern; letzte Reihe oben im Doppeldecker-Bus natürlich, wie sollte es auch anders sein. Leider mussten wir enttäuscht feststellen, dass unsere Platzwahl sehr begrenzt war, da „Die Hamburger“ sich schon längst im Bus eingerichtet hatten. Außerdem wäre es kein Reisebus, wenn auch in diesem die Toilette nicht funktionieren würde, sodass wir nach einer Stunde Fahrt schon wieder anhalten mussten „…und der ganze Bus musste Pipi!“
Auch wenn die meisten von uns nicht lange geschlafen haben, war jeder schon um halb neun wieder auf den Beinen. Die ersten Berge waren zu sehen, der erste Schnee und ein strahlend blauer Himmel, der auf eine Woche mit perfektem Wetter hoffen ließ.
Angekommen bei unserer Unterkunft sprangen wir aus dem Bus und mussten feststellen, dass es kälter war als es wirklich aussah. Egal, erstmal gab es ein deftiges Frühstück und endlich Kaffee! Nachdem dies erledigt war, hieß es erstmal Skier ausleihen und danach Zimmer stürmen, auspacken und Betten beziehen. Zu unserem Leidwesen mussten wir feststellen, dass die Raumtemperatur so ungefähr der Außentemperatur von -10°C entsprach. Hoffentlich bleibt das nicht so. Dann gab es auch schon das Mittag- und später das Abendessen. Viel gibt’s da eigentlich auch nicht zu sagen, denn wir waren sprachlos. Das Essen in der Herberge war einsame Spitze! Fast jeden Tag wurden wir mit einem Drei-Gänge-Menü bestehend aus Suppe oder Salat, Hauptspeise und einem abwechslungsreichen Nachtisch verwöhnt! Wäre die Heizung nur halb so warm, wie das Essen lecker, dann wäre ja alles gut.
Am nächsten Tag hieß es Aufstehn. Aufstehn. Dieser Tag sieht wunderbar aus.  - das offiziell nervigste Wecklied überhaupt, welches jedoch jeden Morgen aufs Neue seinen Zweck erfüllte. Duschen, Frühstück und ab auf die Piste… naja so halb. Bevor es jeden Tag erst richtig losgehen konnte, gab es eine Aufwärmrunde. Von Pferderennen bis zum McDonalds-Spiel war alles dabei. Aber dann der Moment, auf den wir alle gewartet haben. Manche von uns standen das erste Mal auf Skiern, taten sich anfangs noch schwer, ließen sich aber nicht entmutigen und erhielten großartige Unterstützung von denen, die schon seit vielen Jahren auf Skiern unterwegs sind. Aber wie pflegte Herr Dauer immer zu sagen: „Es gibt keine Anfänger, nur Aufsteiger!“
Ab dem dritten Tag kamen jedoch alle den Berg runter… nur die Art und Weise, wie das geschah spielte natürlich auch eine Rolle. Und so hatten wir auch schon unseren ersten, heftigen Sturz. Aber wie heißt es so schön: „Wer noch nie gestürzt ist, ist noch nie Ski gefahren!“
Am Abend des 6. Tages gab es dann für alle ein Highlight: Eisstockschießen. Mit dem Spruch „Stock Heil“ voran gab es ein episches Battle. Selbstverständlich war dies nicht das einzige Abendprogramm für uns. Aktivitäten wie Billard, Darts und natürlich Pokern sowie andere Kartenspiele ließen jeden schönen Skitag ausklingen. Bildung wurde bei uns auch hier in Österreich großgeschrieben. Deshalb gab es natürlich jeden Abend nach DSDS ne Runde Dschungelcamp.
Zu schnell war die Zeit vergangen und der letzte Tag gekommen. Frühes Aufstehen und in letzter Sekunde den Koffer packen, war das Programm der meisten an diesem Morgen. Ein letztes Mal noch das herrliche Frühstück genießen und dann ab in den Bus. Diesmal waren wir die ersten an Ort und Stelle, um unser Revier zu markieren. Leider stießen die Hamburger jedoch kurze Zeit später dazu. Aber anscheinend hatten die eine anstrengendere Woche hinter sich als zu Beginn der Skifahrt, denn nun waren sie ganz friedlich und ruhig – so machten wir uns auf den Weg nach Hause, in das schöne, regnerische Lüneburg!
Ein riesen Dankeschön gilt vor allem unseren Lehrern Frau Stindl, Herrn Dauer sowie Herrn Rasehorn, die diese unvergessliche Skifahrt möglich gemacht haben!

Lennart Giese, 11. Jahrgang





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Aktualisiert am 29.05.2017 09:03:42
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