Seite drucken"Jugend forscht / Schüler experimentieren" Gewinner (02. März 2013)

„Uns kann nichts mehr schocken“ - mit den Worten betrat unser Lehrer nach wochenlanger Arbeit den Hörsaal der Leuphana Universität Lüneburg, um die diesjährigen Ergebnisse des Wettbewerbs „Jugend forscht“ zu erfahren.

Bei dem Wettbewerb nehmen Schüler mit selbst ausgedachten und erarbeiteten Projekten teil. Dies bedeutet sowohl für die Schülergruppen als auch für die betreuenden Lehrer ziemlich viel Arbeit, da es auch oft entmutigende Rückschläge gibt und über das Projekt zusätzlich noch ein facharbeitsähnlicher Bericht geschrieben werden muss. Doch auch dieses Jahr haben es fünf Gruppen geschafft, sich nicht zurückschlagen zu lassen, was auch an den starken Halt der Betreuungslehrer lag. Die Projekte werden bald noch vorgestellt.
Der Wettbewerbsverlauf ist alle Jahre wieder derselbe, weswegen ich nur kurz drauf eingehen werde. Am Freitag, dem 01.03.2013, wurden die Projektstände aufgebaut und die Vorträge noch einmal einstudiert, nach dem Mittagessen gab es eine Befragung durch die Juroren und die Projekte konnten der Öffentlichkeit und der Presse präsentiert werden. Am Samstag, dem 02.03.2013, wurden die Projekte wieder von der Öffentlichkeit besichtigt, wo dieses Jahr erfreulich viele Lehrer unserer Schule dabei waren, danach kam dann die lang herbeigesehnte und trotzdem gefürchtete Siegerehrung. Doch vorher kamen die fast schon obligatorisch gewordenen Reden und ein wenig musikalische Begleitung durch die Big Band unserer Schule, Leitung Frau Niehoff.
Die einzelnen Themengebiete werden in alphabetischer Reihenfolge aufgerufen, weswegen nach den Fachgebieten Arbeitswelt und Biologie der große Auftritt der Teilnehmer des Fachgebietes Chemie anstand, wo es auch dieses Jahr die meisten Teilnehmer (17 Projekte) gab und die Konkurrenz entsprechend hoch war. Von unserer Schule taten vier Projekte in dieser Kategorie auf.
In der Juniorsparte „Schüler experimentieren“ nahmen Charleen Riebau und Hazel Brown mit ihrem Projekt „Superabsorber zum Sprengen von Eiern“ teil. Die beiden Achtklässlerinnen wollten mithilfe von Superabsorber Überraschungseier öffnen und entwickelten selbstgemachte „Dino-Eier“, die dann mithilfe des Superabsorbers und Wasser nach einiger Zeit auseinandersprangen. Ihr Projekt und ihr Vortrag waren gut, für eine Platzierung reichte es dieses Jahr aber nicht, der Ehrgeiz der Jungforscherinnen ist aber ungebremst und sie planen einen Wiederauftritt.
Ebenfalls bei „Schüler experimentieren“ nahm Fabian Lüttchens teil, der herausfinden wollte, ob es sich bei einem Stein, den er gefunden hatte und mit bloßer Hand aufbrechen konnte, möglicherweise um ein Zeolith handeln könnte. Also beschäftigte er sich mit den Zeolithen und den Möglichkeiten ihrer Nachweisung. Die Jury war von der Leistung des Achtklässlers beeindruckt und gab ihm den dritten Platz. Herzlichen Glückwunsch!
Als letztes in der Juniorsparte verblieb Moritz Arians, der Untersuchungen zur Brennstoffzelle vornahm. Unter anderem suchte er nach einer Möglichkeit zur besseren Energieversorgung, z.B. eine ungefährliche Nutzung von Wasserstoff, da Wasserstoff ziemlich reaktionsheftig ist. Dieses Thema kommt meistens erst im Chemie Leistungskurs des zwölften Jahrgangs dran, weswegen die Jury entsprechenden Respekt vor Moritz Leistung hatte und er einen wohlverdienten zweiten Platz erhielt sowie einen Sonderpreis. Auch dir nochmal alles Gute!
Kommen wir zur Sparte der älteren Schüler, „Jugend forscht“, wo wir einen Wiederholungstäter finden: Hendrik Hoeft nimmt nun das dritte Mal mit dem Projekt „Speicherung von Kohlenstoffdioxid“ teil. Seit seiner ersten Teilnahme hat er viele neue Erkenntnisse zu diesem Thema erhalten, um CO2 in verschiedenen Flüssigkeiten zu lösen, wobei er zwischen sauren und alkalischen Lösungen sowie unterschiedlichen Wasserarten, z.B. abgekochtes Wasser, Mineralwasser etc. variiert. Außerdem löste er jeweils unterschiedliche Salze in Wasser. Seine Forschungsergebnisse haben ihm schon letztes Jahr einen ersten Platz im Regionalwettbewerb und einen zweiten Platz im Landeswettbewerb geschenkt. Auch dieses Jahr erreichte er den ersten Platz des Regionalwettbewerbs und wird unsere Region im Landeswettbewerb vom 11.03-13.03.2013 in Clausthal-Zellerfeld vertreten. Noch einmal herzlichen Glückwunsch und viel Glück für die nächste Runde, Hendrik!
Des Weiteren hatte unsere Schule dieses Jahr zum ersten Mal seit ziemlich langer Zeit eine Gruppe unserer Schule in der Kategorie Mathematik/Informatik teil. Die Siebtklässlerinnen Sina Gädke und Angelina Heinrichs haben mithilfe der Programmiersprache Scratch ein Lernspiel zu den Flaggen unserer Welt programmiert, womit man mit Spaß sein Wissen in der Flaggenkunde erweitern oder auffrischen kann. Die Jury belohnte diese Leistung mit einem zweiten Platz.
Das war er wieder: der Schülerwettbewerb Jugend forscht in Lüneburg. Zusammenfassend kann man sagen, dass unsere Schule ein sehr gutes Ergebnis erzielt hat und wir uns auf die Entscheidung im nächsten Jahr wieder freuen können, wenn hoffentlich noch mehr Projekte unserer Schule teilnehmen können, am besten auch in anderen Kategorien als nur Chemie und Mathematik/Informatik.

Mieke Conrad, Klasse 10F

 





Aktualisiert am 13.02.2019 15:32:12
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