Seite druckenJugend forscht u. Schüler experimentieren: 10% Inspiration, 90% Transpiration (07./08. März 2014)

Genau so sieht es alle Jahre wieder beim Wettbewerb „Jugend Forscht“ aus. Man hat eine gute Idee, will forschen, entdecken, Fazits gewinnen, Hypothesen bestätigen… Doch das ist harte Arbeit, in die auch schon mal Blut, Schweiß und Tränen investiert wird. Trotzdem – oder gerade deswegen – müssen wir die Teilnehmer alleine für ihren Weg honorieren, für all die Arbeit, die letztendlich dafür gesorgt hat, dass sie beim Regionalwettbewerb Jugend Forscht in der Leuphana Universität Lüneburg teilnehmen. Und schließlich ist die Bilanz gar nicht schlecht.
Kurz zum Wettbewerb an sich: es gibt sieben Fachgebiete, in denen geforscht wird: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik. Die Wettbewerbsteilnehmer werden in zwei Sparten eingeteilt: Einmal Schüler experimentieren für die jüngeren ForscherInnen bis zu 14 Jahren  und einmal Jugend forscht für die älteren ForscherInnen ab 15 Jahren. Des Weiteren gibt es bei Schüler experimentieren „nur“ einen weiterführenden Landeswettbewerb für die Erstplatzierten, Jugend forscht wird auch noch auf der Bundesebene ausgetragen.
Der Regionalwettbewerb in Lüneburg fand am 07. und 08.03 mit 90 Teilnehmern (56 Projekte) statt, davon 33 bei Schüler experimentieren und 23 bei Jugend forscht. Unsere Schule war mit drei Projekten des Fachgebietes „Chemie“ in der Sparte Schüler experimentieren vertreten.
Hazel Brown und Victoria Hinsch, beide sind in der 9fl3, haben sich damit beschäftigt, wie man Plastiktüten umweltgerecht entsorgen kann. Da vor allem sogenannte Bioplastiktüten in der Kritik stehen, da sie wohl doch nicht biologisch abbaubar sein sollen, ist dies ein hochaktuelles Thema, mit welchem man sich noch für eine lange Zeit beschäftigen wird.
Das nächste Projekt hat wieder etwas mit biologischem Abbau zu tun, allerdings im Bereich Klebeband. Lukas Domenik Lüttchens (6e) hat ein Klebeband entwickelt, indem er Gummibärchen eingeschmolzen hat, welche er auf –ebenfalls biologisch abbaubares  Backpapier angebracht hat. Dieser Kleber ist extrem stark. „Nicht einmal Her Petersen, unser Hausmeister, konnte zwei aneinandergeklebte Holzstücke trennen, obwohl er früher Eishockey gespielt hat.“, so Lukas.
Und zu guter Letzt hätten wir einen Wiederholungstäter: Moritz Arians aus der 9fl3. Er beschäftigt sich mit der chemischen Speicherung von Energie, vor allem damit, wie man das Energietransportproblem in den Griff bekommen könnte. Unter anderen beschäftigte er sich mit einer Brennstoffzelle und mit Latentwärmespeichern. Im Zuge dieser Forschungen versuchte er, einen eigenen Taschenwärmer herzustellen.
Der Wettbewerb geht über zwei Tage. Am ersten Tag, den Freitag, werden die Stände in der Uni aufgebaut und die Jury hört sich die Vorträge an und stellt Fragen. Am Samstag ist die Uni für die Öffentlichkeit freigegeben und zahlreiche Besucher, unter anderem die Bundestagsabgeordnete Hiltrud Lotze (SPD), tümmeln sich zwischen den Jungforschern. Und dann ist es auch schon so weit: Die Siegerehrung geht los… oder so ähnlich. Denn erst einmal werden Reden gehalten. Viele Reden. Glücklicherweise sorgte unserer BigBand unter der Leitung von Herrn Loheide wieder für musikalische Begleitung. Und dann, nach einer gefühlten Ewigkeit, geht es los mit der Siegerehrung.
Hazel und Victoria erhielten keine Platzierung, doch sie nahmen dies gelassen.
Lukas erhielt ebenfalls keine Platzierung, allerdings bekam er den Sonderpreis Umwelttechnik der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Herzlichen Glückwunsch!
Moritz jedoch bekam das, was er auch schon letztes Jahr verdient hätte: Einen ersten Platz! Vom 27-29.03. wird er unsere Region beim Landeswettbewerb in Oldenburg vertreten. Herzlichen Glückwunsch und viel Glück für die nächste Runde!
Man könnte meinen, dass der Wettbewerb vorüber wäre, doch neben den Forschern gibt es noch andere Personen zu honorieren: Die betreuenden Lehrkräfte, die wieder einmal viel Energie in die Projekte gesteckt haben und ihre Schüler motivierten, wenn diese kurz vorm Aufgeben waren. In unseren Fall sind das – wie auch schon in den letzten Jahren – Herr W. und Frau T. Plate. Und hier gab es noch etwas Erfreuliches für das Gymnasium Oedeme: Frau Plate erhielt den Sonderpreis für engagierte Talentförderer. Auch hier noch einmal Herzlichen Glückwunsch!
Das war es aber auch endgültig mit den diesjährigen Regionalwettbewerb, worauf unser diesjährige Team durchaus stolz sein kann. Auf noch viele weitere Jahre und vielleicht sogar noch mehr Teilnehmer!

Mieke Conrad, 10a




Aktualisiert am 13.02.2019 15:32:12
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