Seite druckenSo viele wie noch nie bei "Jugend forscht/Schüler experimentieren" (01. März 2016)

Beim diesjährigen „Jugend forscht“/ „Schüler experimentieren“ Wettbewerb waren neben rekordverdächtig vielen Schülern (Schülerinnen waren leider nicht dabei) mit 8 Projekten erstmals 4 Betreuer vertreten. Neben 8 Wiederholungstätern (u. a. Moritz Arians (bereits zum 6. Mal!) mit „Thermochemische Reaktionen – eine Lösung für die Zukunft?“, Julien Boek und Magnus Sprockhoff entwickelten einen sicheren Rohrreiniger, Sverre Hummel untersuchte Treibstoffe, Dominik Schönefeld zeigte wie man mit Obst und Gemüse Energie gewinnen kann) in 6 Projekten waren 3 „Neulinge“ dabei (Mika Lieblang mit „Zersetzen von Steinen mit Säuren“, Malte Arians und Tobias Wiebus untersuchten „Wärmespeicherung im Alltag“). Letztere wurden von unserem neuesten Mitglied im Betreuungsteam, dem Referendar Stefan Basler, betreut, der auch zum ersten Mal dabei war. Erfolgreich, wie sich zeigen sollte.
Nach Forschungsarbeit, Bericht verfassen, Plakat entwerfen und Präsentation erstellen und üben war der gut organisierte Wettbewerb der Höhepunkt eines langen Prozesses (teils werden die Projekte seit drei Jahren bearbeitet). Zu Beginn wurde im Hörsaalgang der Leuphana aufgebaut und musste die Sicherheitsprüfung bestanden werden, die jedes Jahr umfangreicher und penibler wird. So fiel der Heizpilz von Moritz durch, da er kein Siegel hatte. Dabei sollte man davon ausgehen, dass gerade die Uni Leuphana, die Moritz bei seiner Arbeit unterstützt hat, und wesentlich besser ausgestattet ist als unsere Schule, auch in Bezug auf Sicherheit up to date sein sollte. So mussten wir schnell aus der Schule ein anderes Gerät besorgen.
Nach dem mensatypischen Mittag (da geht es den Studenten nicht besser als uns) stieg die Anspannung bei allen (auch den Betreuern). Die Vorträge und der Ablauf der Präsentation wurden nochmal getestet, die Experimente vorbereitet und der Platz aufgeräumt. Dann endlich kamen die Jurorenteams (teils nett, teils streng und skeptisch bis desinteressiert), hörten sich die Vorträge an und stellten Fragen, die nicht immer gut zu beantworten waren. Dementsprechend war die Stimmung bei einigen Jungforschern nach der Juryvorstellung teils schlecht. („Können wir der anderen Jury unser Projekt nochmal vorstellen“ fragte ein enttäuschter Schüler). Die Anspannung war danach aber einer Erleichterung gewichen als auch (zum ersten Mal) noch die andere Jury vorbeikam.
Am nächsten Tag ging es mit dem öffentlichen Teil und der Siegerehrung sowie dem Abbauen weiter. Neben den Eltern waren einige Grundschüler sowie andere Wettbewerbsteilnehmer als Gäste bei den Ständen, wo die Teilnehmer ihre Projekte immer wieder erklärten und teils positives Feedback bis hin zu einem Auftrag von einem Unternehmer kriegten, aber auch Aussagen wie „das Experiment kann doch jeder, das ist doch einfach“. Leider sehen viele (auch einige Juroren) nicht wieviel Herzblut, Zeit, Frusttoleranz und Gehirnschmalz benötigt werden, um zu vermeintlich „leichten“ Ergebnissen zu kommen. Die Eltern dagegen wissen die Leistung der Kinder (nicht nur ihrer eigenen) zu schätzen. Sie zeigten ein hohes Interesse und erzählten, dass ihre Kinder mit Spaß und Freude dabei seien. Sie schätzen die praktische Arbeit an Projekten neben dem theorielastigen Unterricht.
Bei der Siegerehrung freuten wir uns über einen 3. Platz (Bennet Meyer und Lennart Wolken mit „Kunststoffe aus Citronensäure mit Zusätzen zur Verbesserung der Eigenschaften“). Unsere Youngster, Malte und Tobi, räumten einen 2. Platz ab. Im Fachgebiet „Arbeitswelt“ konnte Lukas Lüttchens mit „Biologisch abbaubares Klebeband“ die Jury sogar soweit überzeugen, dass er den 1. Platz errang und somit die Einladung zum Landeswettbewerb in Oldenburg erhielt. Wir drücken Dir die Daumen, Lukas.

Lutz Lehmann, Tina Plate, Stefan Basler u.a.




Aktualisiert am 13.02.2019 15:32:12
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