Seite druckenVorlesewettbewerb der 6. Klassen (01. Dezember 2017)

Wenn pünktlich zu Anfang Dezember alle Sechstklässler ins Forum des Hauptgebäudes pilgern, um dort bei der Kürung des Schulsiegers im Vorlesen mitzufiebern, dann ist das meistens mit viel Aufregung, Durcheinander und Lärm verbunden. Auch in diesem Jahr sollte es nicht anders sein.
Nachdem sich der erste Tumult etwas beruhigt und es sich alle Zuhörer im weihnachtlich geschmückten Forum gemütlich gemacht hatten, betraten unter Applaus und Jubel die Klassensieger das Podium. Hier zeigte sich schon, wie sehr die einzelnen Vorleser von ihrer Klasse unterstützt wurden.
Den Anfang machte Lion Dannhorn (6A). Unterhaltsam, sehr flüssig und mit guter Betonung las er eine lange Passage aus Andy Stantons „Sie sind ein schlechter Mensch, Mr Gum“ vor. Großer Applaus belohnte seine Darbietung. Franziska Zühlke (6B) übernahm nun das Mikrofon und zeigte anhand eines Auszugs aus „Sunny Valentine. Von Tropenvögeln und königlichen Unterhosen“ von Irmgard Kramer, welch lustige Verwechslungen beim Austausch einzelner Buchstaben in Wörtern entstehen können.
Während Marlene Erdmanns (6C) Lesebeitrag wurde sehr aufmerksam zugehört, sicherlich auch, weil vielen Schülerinnen und Schülern im Publikum die Abenteuer von Katniss Everdeen aus dem gleichnamigen Film zu Roman „Die Tribute von Panem“ bereits bekannt waren. Spannend ging es auch in dem von Lotta Stumpf (6D) ausgewählten Roman zu. Sie las sicher und einfühlsam aus „Young Sherlock Holmes. Der Tod liegt in der Luft“ vor, und auch im Publikum wurde die Luft angehalten.
Sowohl Eva Westphal (6E) als auch Jakob Wilms (6F) hatten sich mit James Krüss' „Timm Thaler“ und Christopher Paolinis „Eragon“ jeweils für Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur entschieden. Fesselnd wurden hier Timms Dilemma und eine Jagdszene dargestellt.
Im Anschluss zog sich die Jury zur Beratung zurück und das Publikum konnte nun das eigene Wissen in Bezug auf Kinder- und Jugendbücher unter Beweis stellen. Beim Beantworten kleiner Quizfragen zu aktuellen Büchern und älteren Klassikern gab es unter anderem Applaus für das fehlerfreie Aufsagen des vollständigen Namens von Pippi Langstrumpf sowie beim Erkennen verschiedener Bücher anhand ihrer ersten Sätze.
Schon anhand der Dauer der Beratungszeit der Jury war zu erkennen: Dies war keine leichte Entscheidung! Am Ende wurde dann eine ungewöhnliche Entscheidung getroffen: Nicht – wie üblich – zwei, sondern drei Vorleser sollten in einer weiteren Runde gegeneinander um den Sieg antreten. Zwischen Lion, Franziska und Lotta war die Entscheidung so knapp ausgefallen, dass hier eine Sonderregelung her musste.
Nun ging es um alles und auch das Publikum konnte sich kaum noch beruhigen. Gelesen wurde der Beginn aus Roald Dahls Klassiker „Mathilda“, da dieser mit den Themen Schule und Lesen absolut zum Thema der Veranstaltung passte. Und auch hier zeigten alle drei Finalisten erneut, dass sie nicht umsonst Klassensieger geworden waren. Die Erleichterung stand dennoch allen ins Gesicht geschrieben, nachdem sie ihren jeweiligen Leseabschnitt mit Bravour bewältigt hatten.
Nun lag die endgültige Entscheidung in der Hand der Jury. Diese bestand wie immer aus den Deutschlehrern der Klassen sowie Frau Sonntag von der Bibliothek und Frau Löhden-Bendinger vom Förderverein. Auch die Siegerehrung gestaltete sich spannend, denn zunächst wurden allen Lesern der ersten Runde die vom Förderverein gestifteten Buchpreise überreicht. Erst dann verkündete Frau Rebel endlich das langersehnte Ergebnis: Lotta gewann haarscharf vor Lion und Franziska. Der Applaus und der Jubel des Publikums gaben der Entscheidung recht. Auch die drei Finalisten durften einen Buchpreis mitnehmen.
Wir wünschen Lotta viel Glück und Erfolg auf der nächsten Wettbewerbsebene! Ein großer Dank geht an die Jury sowie den Förderverein für die Stiftung der Buchpreise.

Clara Pohlmann




Aktualisiert am 23.04.2018 18:53:12
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