Seite druckenStudienfahrt des Seminarfachs „Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten“ nach Leipzig (31.01.-02.02.2018)

Am Mittwoch nach der Zeugnisvergabe trafen wir – elf Schülerinnen und Schüler des Seminarfachs zum „Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten“ – uns am Bahnhof Lüneburg. Unter der Leitung unseres Lehrers Herrn Dr. Altenburg wollten wir über die ersten beiden Tage der Zeugnisferien in die geschichtsträchtige Stadt Leipzig fahren. Nach einer knapp viereinhalbstündigen Zugfahrt kamen wir dort an und zogen zu unserer Unterkunft, dem Hostel „Sleepy Lion“, das zentral gelegen ist. Die Vier-Bett-Zimmer waren sehr geräumig und hatten jeweils ein eigenes Badezimmer. Die Zimmeraufteilung konnten wir schließlich durch Losen bewältigen. Das Personal war stets freundlich und hilfsbereit. Das Frühstück entsprach mit Brötchen und Müsli unseren Erwartungen, insbesondere standen heiße und kalte Getränke immer bereit. Insgesamt hat uns das Hostel sehr gut gefallen. Abends haben wir Leipzig das erste Mal erkundet und dabei die Einkehr-Möglichkeiten kennengelernt. Die meisten haben sich dabei entschieden, am Augustusplatz bei „Vapiano“ essen zu gehen. Dort hatte man einen schönen Ausblick auf den Platz, auf dem zu diesem Zeitpunkt ein Riesenrad stand. Daneben eignet sich Leipzig auch sehr gut zum Shoppen…

An nächsten Tag, den wir vollständig in Leipzig verbrachten, haben wir uns um 9:30 Uhr am Innenhof der Nikolaikirche versammelt, um an einer Stadtführung „Auf den Spuren der Friedlichen Revolution“ im Jahr 1989 teilzunehmen. Wir begannen im Innenhof, weil sich dort und in der Kirche selbst einst die Protestbewegung formierte. Unsere Führung endete am Museum in der „Runden Ecke“, das wir anschließend besuchten. Das Haus ist das ehemalige Stasi-Verwaltungsbüro von Leipzig, welches von Demonstranten 1989 friedlich eingenommen wurde. Heute befindet sich in den Räumlichkeiten eine Ausstellung zur Vorgehensweise der Stasi. Die Ausstellung wurde vor 28 Jahren eröffnet und wurde seitdem nicht verändert, was für einen ganz besonderen „Flair“ sorgte.

Am Nachmittag desselben Tages sind wir mit der Tram zum Völkerschlachtdenkmal gefahren, das ein wenig außerhalb vom Zentrum liegt. Dort angekommen sahen wir bereits das imposante Gebilde, das an die „Völkerschlacht“ von 1813 erinnern soll, bei welcher Napoleon eine entscheidende Niederlage zugefügt wurde. Als wir das Gelände betraten, sahen wir einen großen See, welcher als eine Art Spiegel für das Monument fungiert. Nachdem wir eine geschichtliche Einführung erhalten hatten, betraten wir das Innere des Denkmals und begannen den Aufstieg auf das 91 Meter hohe Bauwerk. Oben angekommen waren wir von der Aussicht beeindruckt.

Am Tag der Abreise haben wir das Grassi-Museum besucht, das mehrere Sammlungen zur „angewandten Kunst“, „Völkerkunde“ und für Musikinstrumente beherbergt. Dort wurden wir durch die Abteilung „angewandte Kunst“ geführt und lernten vieles über den Gebrauch von Düften über die Jahrtausende, vom alten Ägypten bis zur Gegenwart, kennen (das Thema dieser Führung hatten wir selbst im Vorhinein auswählen dürfen). Bei dieser Führung konnten wir auch an zahlreichen Duftproben riechen. Besonders interessant war die Entwicklung eines Duftöls aus der Ausscheidung von Walen, die „Amber“ heißt, schon im alten Ägypten genutzt wurde und erstaunlich gut roch.

Anschließend fuhren wir wieder mit dem Zug zurück. Zwar waren wir alle ein wenig erschöpft, aber hatten zahlreiche Erinnerungen an freundliche Menschen und tolle Sehenswürdigkeiten im Gepäck.  Trotz der Jahreszeit und anders lautenden Wetterberichten hatten wir, wie man an den Fotos sehen kann, ausgesprochenes Glück mit dem Wetter.

(Bericht von Marcel A., Kilian D., Melina G., Marcel K., Finn L., Paula L., Leonhard L., Jan-Ole R., Luise R., Alexander Sch., Haris Z.)





Aktualisiert am 19.10.2018 12:39:10
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