Seite druckenSchülertheater-Treffen am 10. März 2018

Meine Memoiren sind so vielfältig, wie kaum eines anderen! Wer mich aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird beides verlieren! Hallo, mein Name ist Freiheit!
 
Unter dem Motto „Freiheit und Grenzen“ studierte ein Zwölfer DSP-Kurs ein 30-minütiges Stück ein. Mit viel Engagement, Liebe und Schweiß entwickelten die Schüler über das letzte Schuljahr aus eigenen kleinen Szenen das vielfältige Gesamtergebnis. Von schimpfenden Opas, Schizophrenie Erkrankten bis zu träumenden Schülern war alles dabei, jede Szene brachte eine andere Facette von Freiheit oder Grenzen hervor.
Aufgeführt wurde schließlich nach zahllosen Probewochenenden zweimal. Das erste Mal beim regionalen Schülertheatertreffen und letztendlich öffentlich am 10. März 2018 im Forum der Schule.
Das Theatertreffen beinhaltete neben drei Stücken unserer Schule auch die Herderschule Lüneburg mit zwei Darbietungen. Frau Teubners Kurs zeigte Ausschnitte aus seinem Shakespearestück, während der Kurs von Frau Scheler-Dannhorn Tanztheater mit dem Titel „Beziehungskisten“ zeigte. Das Ziel des Theatertreffens war ein Austausch über die gesehenen Stücke, wobei die Lehrer getrennt von den Schülern Feedback bekamen. Es war für alle Gruppen auch die „wahre“ Generalprobe, da die Stücke das erste Mal unter ernsten Bedingungen aufgeführt wurden. (Mein Eindruck war, dass alle Gruppen einen enormen Motivationsschub für die weitere Arbeit erhielten, da sie merkten, dass sie nicht die Einzigen sind, die so etwas „Merkwürdiges“ zeigen sollten – Anmerkung Herr W.)
 
Der Auftritt der drei Kurse des 12. Jahrgangs  fand im ausverkauftem Forum statt. Es begann der Kurs von Herrn W., der die Kritikpunkte vom Schülertheatertreffen berücksichtigte und eine starke Performance offenbarte. Daraufhin schlug Frau Scheler-Dannhorns Kurs das Publikum mit seiner nahezu perfekten Inszenierung in den Bann – besonders der Einsatz von Musik und Licht war eindrucksvoll. Den Abschluss bot der Kurs von Herrn Scheler, der eine Horrorparodie zeigte, die launig das Publikum unterhielt, welches sich am Ende des Abends mit langem Applaus bedankte.
 
Das Ziel des Stückes „Freiheit und Grenzen“ war, das Publikum zum Nachdenken anzuregen, die Intention sollte nicht sofort erkannt werden, sondern über Ecken denkend erraten oder vielleicht auch nur darüber spekuliert werden. Die Schüler wollten mehr schaffen, als ein Theaterstück, aus dem man hinausgeht und damit abschließt.
Sie wollten mit ihrem Stück in den Gedächtnissen bleiben, sei es bei der eindrucksvollen Einstiegsszene, in der durch Musik und passender Körpersprache und Tanz der Umschwung von Freiheit zu Grenze deutlich werden sollte oder die letztendliche Auflösung des Themas in der Abschlussszene, das vor dem Stück, wie auch während der Aufführung geheim blieb.
Am Ende gelang es den Schülern ein Stück aufzuführen, das seine Zuschauer von der ersten Sekunde in den Bann zog, das Publikum überraschte und ab und zu auch zum Lachen führte. Die schwere und doch allgegenwärtige Thematik „Grenzen und Freiheit“ wurden auf eine moderne Art und Weise dargestellt.
Wie schon Perikles sagte, „Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut“, vielleicht haben wir Sie und euch darin erinnert, ein bisschen mutiger zu sein, denn Freiheit ist doch wirklich nicht selbstverständlich.
 
Antonia Brüser u.a.




Aktualisiert am 19.10.2018 12:39:10
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