Seite druckenDDR-Zeitzeugin im Geschichtsunterricht (Mai 2018)

Wir (die Klasse 10B) hatten die Ehre, Frau Zupke, eine Zeitzeugin aus der DDR, persönlich zu treffen und mit ihr über ihr Leben im Osten zu sprechen. Nachdem sie angekommen war, fing sie direkt an, über ihr Leben zu berichten.
Sie erzählte, dass sie im jungen Alter kaum etwas von den Lügen der DDR mitbekam und nichts davon hinterfragte. Erst im jugendlichen Alter fing sie an, Dinge zu hinterfragen, die für sie ungerecht oder unverständlich waren. Sie fiel danach immer durch Provokationen auf, z.B. spielte sie laut vor Strandbesuchern ein Lied ab („Sonderzug nach Pankow“ von Udo Lindenberg), welches in der DDR verboten war. Später als sie nach Berlin gezogen war, fing sie gemeinsam mit ihren Freunden an, Proteste gegen die DDR zu organisieren. Das Organisieren dieser Proteste dauert meist mehrere Wochen und bedeutete oft einen riesigen Aufwand. Diese Proteste jedoch wurden oft nach weniger als einer Minute unterbunden und die Beteiligten wurden jedes Mal für nur eine Nacht ins Gefängnis gesperrt. In dieser ganzen Zeit wurde sie von der Stasi überwacht und hatte sogar ein Spitzel in ihrer Mitstreitergruppe (welcher das war, sollten wir auf einem Foto raten, s. Bilder). Besonders blieb uns in den Köpfen, dass sie trotz der Gewaltbereitschaft der Stasi die Proteste immer wiederholt haben und nie damit aufgehört haben. Außerdem wunderte uns, dass es in der DDR als kriminell angesehen wurde, wenn man beim Wählen in die Wahlkabine ging.
Insgesamt war dieses Gespräch sehr interessant und informativ und es hat uns sehr gut gefallen.
 
Theo Mohwinkel, Klasse 10B




Aktualisiert am 19.10.2018 12:39:10
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