Seite druckenSchülerbericht: Exkursion Ökosystem Wattenmeer (01.-02. Juni 2018)

Während andere noch in den aufgeheitzten Klassenräumen auf das Wochenende hinfieberten, brachen wir am 01. Juni mit Frau Plate zur Wattexkursion nach Dornumersiel auf.  Im dortigen Umweltforum angekommen haben wir noch schnell die Betten bezogen und dann ging es ab in die Ausstellung im Nationalparkhaus, die auf unterhaltsame Weise viele spannende Aspekte des Ökosystems Wattenmeer vermittelte. Auch unser naturwissenschaftliches Fachwissen wurde hart auf die Probe gestellt: In welcher Einheit wird die elektrische Leistung angegeben?
a) in Priel
b) in Watt
c) in Schlick
Auf die Theorie folgte die Praxis: Ausgestattet mit Zollstock und Bestimmungsliteratur haben wir die Salzwiesen unsicher gemacht. Zunächst führte uns Herr Van der Meer, der Leiter des Nationalparkhauses, in diese besondere Pflanzenwelt ein. Besonders fasziniert haben uns dabei die Angepasstheiten der Lebenskünstler an den hohen Salzgehalt. Nach dieser Kostprobe (im wahrsten Sinne des Wortes) stürzten wir uns in die wissenschaftliche Arbeit: Pflanzenarten und Deckungsgrad in drei verschiedenen Quadranten der Salzwiese wurden kartiert, um die Pflanzenzonen zu bestimmen. Dann noch das hart verdiente Abendessen und ab ins Bett, um einigermaßen ausgeschlafen für die große Wanderung zu sein.
Nach dem frühen Weckerklingeln ein schelles Frühstück und Packen im Halbschlaf, damit wir pünktlich um halb acht von Neßmersiel ins Watt starten komnten. Gleich zu Beginn forderte der tiefe Schlick uns und besonders unser Schuhwerk heraus. Durch Priele, Sand-, Misch- und Schlickwatt, an Muschelbänken, Seehunden und Löfflern vorbei stapften, wateten und schlitterten wir gut drei Stunden lang nach Norderney. Auf dem Weg zeigten uns Frau Plate und Herr Van der Meer die Lebewesen und die faszinierende Vielfalt dieses Ökosystems:
"Ein Wattwurm hat eine Leistung von 25 Kilo Watt pro Jahr."
Unsere Wanderung setzten wir am Strand der Insel fort, unterbrochen von
Fossil- und Knochenfunden sowie dem vieler Mordopfer (leere Muschelschalen). Um auch Einblicke in andere Ökosysteme zu erhalten wurde durch die Wanderung durch ein Bad in der Nordsee gekrönt. Da in der Zwischenzeit aus einem unerklärlichen Grund das Wasser wieder da war, mussten wir für den Rückweg dann leider die Fähre nehmen.
Erschöpft, aber mit jede Menge neuem Wissen, Strandfunden und Salz überall machten wir uns schließlich auf den Rückweg.
 
Johanne, Hannah, Lorina und Janna




Aktualisiert am 20.06.2018 16:14:24
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