Seite drucken„Schreiben braucht Herzblut.“ – Renatus Deckert liest in der Schulbibliothek (3. Dezember 2013)

Renatus Deckert stammt aus Dresden, wohnt in Lüneburg und schreibt derzeit an seinem ersten Roman. Zudem hat er als Herausgeber zwei Anthologien veröffentlicht, in denen er Texte anderer Autoren gesammelt hat. Eine dieser Sammlungen heißt „Das erste Buch“, und in ihr reflektieren deutsche Autoren ihr erstes Schreiben.
Renatus Deckert war also ein idealer Kandidat, um den Klassen 10 C und 10 F am 3. Dezember 2012 vom Schreiben und vom Literaturbetrieb zu erzählen. In der Lesung, mitveranstaltet vom Literaturbüro Lüneburg, las der Autor Texte aus „Das erste Buch“ und vermittelte den Schülerinnen und Schülern so einen Eindruck von der schwierigen Phase des ersten Schreibens. Sie erfuhren von den Enttäuschungen, die auch den Topstars der deutschen Literatur wie Günter Grass oder Sten Nadolny anfangs nicht erspart blieben, aber auch  von den Glücksgefühlen, wenn das Debüt im Laden liegt und der kaputte VW durch einen flotten Ford ersetzt werden kann.
Das Vorlesen war dann Auftakt für ein angeregtes Gespräch über das Lesen und den Literaturbetrieb und seine Entwicklung in Zeiten des Internets. Die Schüler erhielten so einen Einblick in die Aufgaben von Lektor und Literaturagent, in die Vergabe von Literaturpreisen und in den Traumberuf Autor, der – so Deckert – im Normalfall nicht zu Reichtum und Ruhm führe: Es sei üblich, dass Schriftsteller im Hauptberuf einer anderen Tätigkeit nachgingen. Angesichts einer Umsatzbeteiligung von 7% pro verkauftem Buch sei „Herzblut“ nötig, wenn man schreiben will.
Wer dem nachspüren will, der leiht sich Renatus Deckerts Anthologie „Das erste Buch“ in der Schulbibliothek aus.

Dettmer Detgen




Aktualisiert am 10.08.2017 13:53:24
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